Essenlernen im Bananenblatt

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Noch ist es nur ein leeres Bananenblatt. Und ein Waschlappen? Danke, zu freundlich, es ist ja auch immer ziemlich warm und ich schwitze und kann ja nicht ständig duschen, muss ich zu meiner Verteidigung sagen…

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Da sitzt der große Meister. In Camouflage. Hat wohl gedacht, er würde nicht erkannt werden. Aber ich wusste es sofort. Von dem kannst du noch eine Menge lernen.

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Da redet er und redet und mischt dabei ganz beiläufig seine Reis- und Curryzutaten zusammen. Was für ein Könner. Ich bin beeindruckt. Nicht ein Körnchen, nicht ein Säftchen gehen daneben.

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Jetzt ich, jetzt ich! Noch etwas zaghaft, aber mit höchster Konzentration.

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Ja ja ja, und rein damit! Der Trick ist, das Essen mit dem Daumen nachzuschieben. So schmiert man sich nicht total voll. Hätte ich mal meiner Mitbewohnerin sagen sollen. Ihre Kollegen haben ihr nach der Mittagspause Reis aus ihren kurzen Haaren gefischt.


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Ohne Scheiß, ich habe mir so eine Riesenkugel in den Mund geschoben! Wie ihr seht, bin ich glücklich. Keiner merkt mehr, dass ich nicht mit Messer und Gabel umgehen kann. Danke für den tollen Schaufeltrick, lieber Joe!! Besteck ist doch was für Anfänger!

Und da Reis und Curry so ein tolles Gericht ist, hier noch ein paar beeindruckende Fotos:

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Theoretisch kann ich nämlich Reis und Curry selbst kochen…

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Denn dieses sympathische Mutter und Tochter Gespann (ich weiß, man weiß gar nicht, wer wer ist) hat zumindest mit vereinten Kräften und trotz Stromausfall und dafür aber bei romantischem Kerzenschein versucht, es uns beizubringen.

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Und das waren die hungrigen Kochschüler. Aber Moment, waren da nicht mal mehr? Da fehlt doch die Hälfte! Ja, es ist wahr, die andere Hälfte hat sich vorher abgeseilt, weil, nun ja, dort nicht Pierre Bocuse gekocht hat und, nun ja, in dem Privathaushalt nicht die hygienischen Zustände eines OP-Saals herrschten…

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Tja, Pech gehabt Leute! Ihr habt das beste Reis und Curry dieser Welt verpasst!! Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu essen, so gut hat der frische Thunfisch, die frisch geraspelte Kokosnuss Sambol (eine Mischung aus verschiedenen Zutaten), das Bohnencurry, Dhal (Linsen) und Gotu Kola Sambol (sowas wie ein Grünkohl Salat) geschmeckt!

Für alle, denen nun das Wasser im Munde zusammen läuft, gibt’s hier das Rezept dazu:

https://chroniclesofdaniah.wordpress.com/2016/05/21/typical-sri-lankan-food/

Weiter geht’s:

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Reis und Curry Bude in Colombo

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Und das kam dabei raus, besonders lecker mit Maniok Curry.

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Und das war mein Abschieds-Reis-und-Curry mit Nethra, Prabath und Saranga. Und da schließt sich der Kreis, denn es ist in einem Bananenblatt verpackt!

Eigentlich wollte ich noch mehr Bilder posten, denn ich habe die ersten Tage nach meiner Rückkehr immer zur Essenszeit ein Reis und Curry Foto erhalten. Aber ich glaube es reicht mit meinem Lobgesang und der Letzte hat es verstanden: Reis, Curry und ich sind ein unzertrennliches Trio geworden.

 

 

 

 

 

 

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2 Gedanken zu „Essenlernen im Bananenblatt“

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