​Zurück zur Insel der Frauen

Da wir nach Valladolid all unsere großartigen Sightseeing-Pläne über Bord geworfen hatten, konnten wir uns ganz entspannt und ohne schlechtes Gewissen wieder dem Strandleben widmen. Weil uns die Isla Mujeres in der Nähe von Cancún bei unserem kurzen Tagesbesuch so gut gefallen hatte, haben wir beschlossen, den Rest unserer Zeit in Mexiko dort zu verbringen. Nach schwerem Abschied von Leonor – selbst die 94-jährige Oma rief von der Türschwelle, dass wir unbedingt bald wiederkommen sollten – ging es per Bus erst nach Cancún und von dort weiter per Fähre zur Isla.

Sonntags hatten alle Jachtenbesitzer Ausgang
Es gab auch schlechte Live Musik
Abendstimmung am Strand. Es gab auch einen Sonnenuntergang im Hintergrund, aber bei zwei schönen Motiven war unsere Kamera überfordert.
Dafür hier einer hinter Seifenblasen

Beim Spaziergang entlang der Strandpromenade

Wir haben uns wieder über Airbnb ein eigenes Apartment gemietet, das nur 100 Meter vom Meer entfernt lag. Zum tollen Nordstrand der Insel, an dem wir die meisten Nachmittage verbracht haben, waren es auch nur kurze 5 Minuten zu Fuß. Anfangs mussten wir die Unterkunft noch mit einigen Kakerlaken teilen, aber dank Chemiekeule und Rebeccas Anstrengungen, alle Abflüsse und Türritzen zu verschließen, waren wir diese nach zwei Tagen zum Glück auch weitgehend wieder los.

Der Eingang zu unserer „casa verde“, dem grünen Haus
Hinter diesem Bretterverschlag haben wir gewohnt
Schlafzimmer mit optionaler Hängematte
Terrasse mit getigertem Besuch
Niko genießt unsere letzte kubanische Zigarre

Wir würden jetzt gerne darüber berichten, dass wir alle Sehenswürdigkeiten der Insel besucht haben und wie beindruckend diese waren. Das wäre allerdings glatt gelogen. Tatsächlich haben wir es kein einziges Mal mehr als einen Kilometer von unserem temporären Zuhause weg geschafft, geschweige denn bis zum anderen Ende der Insel. Gelegentlich sind wir ein bisschen im Städtchen herumspaziert. Dabei hat sich recht schnell gezeigt, dass wir bei unserem ersten Besuch zufälligerweise direkt die schönste Straße des Ortes entdeckt hatten. Deswegen hatte die Isla auf uns so einen positiven Eindruck hinterlassen. Die anderen Teile der Stadt sind hingegen okay, aber eher unspektakulär.

Streetart gab es öfter zu sehen. In dem Laden rechts haben wir gute Pitas gegessen, die allerdings nicht ganz unsere Erwartungen an einen Küchenchef erfüllt haben, der seine Kochkünste in einem tollen Institut in New York erworben haben soll.
Ein buntes Hotel
Hier wird gerade noch verschönert
Typische Straßenszene auf der Isla Mujeres. Am besten zieht man sich ein Mexikanerkostüm an, um den etwas zu geschäftstüchtigen Verkäufern zu entkommen.
Es war immer noch Nebensaison, also relativ leer und entspannt

Essenstechnisch haben wir zwischen Selbstverpflegung und Restaurants abgewechselt. Unser selbst gekochtes Essen war natürlich immer spitze, aber die Qualität der Restaurants war auch nur eher durchwachsen. Wegen des tollen Strandes haben wir aber trotzdem nicht bereut, wieder hier gelandet zu sein. Die fünf Tage gingen wie im Fluge vorbei. Und schon waren auch unsere viel zu kurzen 16 Tage Mexiko rum. Angeblich gehört es zu den teuersten Ländern Mittelamerikas, aber da wir unsere Unterkünfte gut gewählt hatten, war es für uns das billigste Land überhaupt bisher auf der Reise. Geplant hatten wir rund 100 Euro pro Tag auszugeben; am Ende sind wir mit nicht einmal 54 Euro am Tag zu zweit sehr gut über die Runden gekommen.

Rebeccas Tacos (vorne) und Nikos gebratener Fisch im Yucatán-Stil

Zum ersten Mal auf der Reise haben wir bereut, nicht länger in einem Land geblieben zu sein. Niko wollte seinen Geburtstag aber in Austin feiern und daher war eine Verlängerung nicht drin. Andererseits ist Mexiko von Deutschland aus verhältnismäßig leicht erreichbar, so dass ein zweiter Mexikourlaub auf jeden Fall einen Platz auf unserer nächsten Urlaubs-To-Do-Liste gefunden hat.

Hasta la próxima, México!
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2 Gedanken zu „​Zurück zur Insel der Frauen“

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