​Sunny Sunshine Coast

Tag 172: Nachdem wir unserem Auto (und unserem Fahrer) einen Tag Pause in Brisbane gegönnt hatten, ging es weiter Richtung Norden. Keine Stunde von Brisbane entfernt befinden sich die Glass House Mountains. Die Berge wurden von unserem Vorgänger Captain Cook bei seiner Weltumrundung vom Meer aus gesichtet und benannt, da sie ihn an die Glasöfen in seiner englischen Heimat erinnerten. Wir haben uns die Hügel von einem Aussichtspunkt aus angesehen und eine kurze Wanderung durch einen Wald gemacht. Einige kann man auch besteigen, aber dabei überschreitet man die Grenze zwischen Wanderung und Bergsteigen, so dass wir dankend verzichtet haben. Außerdem wäre es bei um die 30 Grad eh zu heiß gewesen.

Einer der Glasöfen
Unsere kurze Wanderung durch den heißen Eukalyptuswald. Die Schlangen, die hier leben sollen, haben sich gut vor uns versteckt. 

Zur Abkühlung haben wir uns in den Strandort Mooloolaba an Queenslands Sunshine Coast begeben. Der Name der Küste ist Programm und der Ort ist komplett von Touristen bevölkert, die in den vielen Hotelbunkern am Strand wohnen. Wir sind froh, die Gold Coast übersprungen zu haben, da es dort mit Sicherheit noch schlimmer aussieht.

Der Strand in Mooloolaba war noch ganz nett…
…aber zwei Wochen in solchen Bunkern wollten wir nicht verbringen

Es ging weiter die Küste entlang in das angesagteste Städtchen der Sunshine Coast: Noosa. Dort gibt es einen schönen Nationalpark mit einigen empfohlenen Wanderungen. Der Reiseführer hatte uns aber bereits vorgewarnt, dass man an langen Wochenenden und in den Sommerferien nur im Schritttempo durch den Ort kommt. So war es dann auch. Nachdem wir einsehen mussten, dass es im 5-Kilometer-Radius um den Park keinen Parkplatz mehr gibt, haben wir wie schon viel zu oft in Australien beschlossen, den Ort links liegen zu lassen und weiterzufahren. Falls wir jemals wiederkommen sollten, dann definitiv nicht in den Sommerferien!

Für die Enttäuschung in Noosa gab es zum Ausgleich ein Motel mit Pool

Tag 173: Wir wollten den Tag bunt beginnen und sind zum Rainbow Beach gefahren. Der hat seinen Namen den verschiedenfarbigen Klippen am Strand zu verdanken. An einen Regenbogen haben sie nun aber wahrlich nicht erinnert, da es im wesentlichen verschiedene Brauntöne waren. Aber der Spaziergang entlang des Strandes war trotzdem ganz nett.

Nur mit sehr viel Fantasie erkennt man hier einen Regenbogen
Leider glich der schöne Strand auch eher einer Autobahn

Das eigentliche Highlight haben wir oberhalb der Klippen gefunden: den Carlo Sandblow, eine 170 Meter hohe Sanddüne auf den Klippen. Die Aussicht von der Düne war fantastisch. Niko ist mit einem netten Belgier ins Gespräch gekommen, der zum Paragliding nach Australien gekommen ist. Dafür eignet sich die Düne durch den starken Aufwind nämlich ganz hervorragend. Bereits auf dem Weg nach oben sind uns einige alte Männer mit ihren Fallschirmen auf dem Rücken entgegen gekommen. Scheinbar ist Paragliding in Australien ein Alte-Männer-Sport…

Die Aussicht von Carlos Sandblow auf Fraser Island war fantastisch
Der Belgier beim in die Luft gehen
Die Düne frisst sich immer weiter in den Wald bis am Ende nur noch tote Baumstümpfe aus dem Sand ragen

Eine Sache, die wir nicht gemacht haben – und wir können uns jetzt schon vorstellen, dass die Australienliebhaber unter unseren Bloglesern das kaum glauben können – ist der Besuch von Fraser Island, der größten Sandinsel der Welt. Sie liegt nur 10 kurze Bootsminuten von Rainbow Beach entfernt. Wir hätten sie allerdings im Rahmen einer Tagestour besuchen müssen und nach den bisherigen Erfahrungen auf unserer Reise sind wir solchen organisierten Touren ziemlich abgeneigt. Auch der Belgier hat bestätigt, dass es momentan sehr voll sei und er deswegen auf einen Besuch der Insel verzichtet.

Statt nach Fraser Island ging es also weiter nach Maryborough, einer überraschend schönen Kleinstadt an einem Fluss. Es stehen noch viele historische Gebäude und wir haben trotz der enormen Hitze den Stadtspaziergang sehr genossen.

Maryborough war klein, aber fein
Nicht nur dieses schöne alte Haus beherbergte einen „Healing Room“. Da fragt man sich wieso es in Maryborough so viele kranke Menschen gibt…

Die kleine Stadt hat sogar Prominenz hervorgebracht, Pamela Lyndon Travers wurde nämlich hier geboren. Kennt wahrscheinlich kaum jemand, aber ihre Erfindung Mary Poppins ist dafür weltberühmt. Natürlich durfte in der Stadt eine lebensgroße Statue ihrer berühmten (und erfundenen) Tochter nicht fehlen.

Niko mit Mary Poppins. Schirm und Tasche durften natürlich nicht fehlen.

Letzte Station des Tages war Bundaberg, Heimat von Australiens berühmtester Rummarke. Wir sind allerdings nüchtern geblieben. Hier Niko hat sich aber endlich einen Hut gegönnt. Davon versuchte Rebecca ihn schon seit Kuba zu überzeugen, aber erst die australische Sonne hat ihn zur Vernunft gebracht.

Das Logo des Rums, ein weißer Eisbär (ausgerechnet!), war in Bundaberg allgegenwärtig
Auch ein sehr schönes Postgebäude hat man sich in Bundaberg gegönnt
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