​Frühstück mit Kängurus

Tag 176: Außer der Lagune hat Mackay keine nennenswerten Sehenswürdigkeiten zu bieten und so haben wir die Stadt am nächsten Morgen gleich nach dem Frühstück gen Norden verlassen. Gestern Abend sind wir beim Blättern in einem der Prospekte in unserem Motelzimmer über den Cape Hillsborough Nationalpark gestolpert. Er wird weder von unserem Reiseführer noch von unseren beiden Routenplanern erwähnt, aber die Fotos sahen so vielversprechend aus, dass wir beschlossen haben, ihn zu unserer ersten Station des Tages zu machen. Nach einer guten dreiviertel Stunde Fahrt waren wir da und siehe da, die Fotos haben nicht zu viel versprochen.

Am Strand im Cape Hillsborough Nationalpark
Abendstimmung
Weil’s so schön ist, nochmal Abendstimmung

Es sah tatsächlich so paradiesisch aus, dass wir kurzerhand beschlossen, im Resort des Nationalparks zu fragen, ob sie für die Nacht noch eine Unterkunft frei haben. Hatten sie in der Tat und so haben wir kaum eine Stunde nachdem wir unser Motelzimmer in Mackay verlassen haben, unsere neue Strandhütte direkt am Meer bezogen.

Rebecca beim Entspannen auf unserer Terrasse…
… und hier Niko

Den Rest des Tages haben wir faulenzend auf unserer Terrasse oder im Salzwasserpool verbracht. Man hatte uns einen Wanderweg um das Cape herum empfohlen, aber bei 40 Grad (echt!) und 85% Luftfeuchtigkeit konnten wir uns nun wirklich nicht aufraffen. Im Meer konnte man wie erwähnt wegen der Quallen und auch der Salzwasserkrokodile leider nicht schwimmen. Immer mal wieder sind Kängurus und Wallabies auf der Suche nach grünem Gras an uns vorbei gehoppelt.

… und hier ist sie im Salzwasserpool
Zwei Kängurus vorm Waschraum
Zum ersten Mal sahen wir auch eine Mutter mit Kind

Tag 177: Die Kängurus und Wallabies waren auch der Grund dafür, dass unser Wecker um 5 Uhr morgens pünktlich zum Sonnenaufgang geklingelt hat. Jeden Morgen kommt nämlich ein ganzes Rudel dieser schönen Tiere zum Strand, um Samen, Seegras und was sonst noch so leckeres über Nacht angeschwemmt wurde zu futtern. Als wir hinkamen, waren tatsächlich schon ein gutes dutzend Kängurus und ein paar Frühaufsteher wie wir da.

Die Kängurus kommen jeden Morgen zum Fressen an den Strand
Uns haben sie fast komplett ignoriert

Zum Glück haben sie sich auch nicht vom Tropengewitter kurz vorher abhalten lassen. Die Tiere haben sich kein bisschen um die Menschen um sie herum geschert und in Ruhe weiter gefuttert. Lediglich wenn ihnen ein anderes Känguru zu nah kam, haben sie sich gegenseitig angeknurrt. Einmal kam eines der größeren Exemplare direkt auf Niko zugehopst. Wir wussten nicht so genau, was es von uns will und haben uns dann doch sicherheitshalber zurückgezogen. Erst später haben wir gesehen, wie es bei zwei Australiern das gleiche gemacht hat. Die kannten es wohl schon und hatten etwas Futter dabei, das es ihnen brav aus der Hand fraß. Sogar streicheln ließ es sich, was uns die Ranger allerdings verboten hatten. War unsere Flucht also doch zu voreilig gewesen…

Nur er hier war neugieriger als die anderen. Noch hält er Abstand, aber kurz darauf hat er Niko in die Flucht geschlagen
Grundlos wie sich herausgestellt hat. Er wollte einfach nur was zu Fressen haben.

Nach anderthalb Stunden Intensivkänguruschau war die große Frage: sollen wir jetzt noch den Wanderweg gehen? Oder doch lieber noch eine Stunde Schlaf ergattern? Zum Glück fing es gerade dann wieder an zu regnen und so konnten wir ganz ohne schlechtes Gewissen wieder zurück ins Bett gehen.

Unsere Strandhütte

Der Regen hat bis zum Abend allerdings auch keine nennenswerte Pause gemacht. Januar ist leider nicht der beste Monat um Queensland zu besuchen. Im Süden sind viel zu viele Touristen und im Norden ist Regenzeit. Wir sind nach Airlie Beach gefahren, von wo Ausflüge zu den berühmten Whitsundays, einer Inselgruppe, starten. Eigentlich wollten wir hier zwei Tage bleiben, aber die Dame im Besucherzentrum hat uns das wieder ausgeredet, da der Regen nur noch heftiger werden sollte. Letzte Woche hätte es an einem Tag über 200 mm Regen gegeben! Zum Vergleich: in Deutschland regnet es im Schnitt rund 700 mm im ganzen Jahr! Bei solch einem Wetter kann man auch das schönste Inselparadies nicht genießen und so wir sind weiter nach Bowen gefahren.

Trotz Regen hatten wir gute Laune in Airlie Beach

Dort hat der Regen abends dann doch noch nachgelassen und wir konnten uns ein bisschen im Ort umsehen. Berühmtheit hat er dadurch erlangt, dass er als Filmkulisse für den Film Australia von Baz Luhrman diente. Ansonsten hat er jede Menge Wandmalereien an den Häusern in der Innenstadt, sehr breite Straßen und keine Menschen zu bieten.

Die Bilder stellen Szenen aus Bowens Stadtgeschichte dar. Rebecca hat es in der Frauenrunde gut gefallen.
Und dieses Prachtexemplar hatte Spaß in einem Baum direkt am Strand
Der Ort hatte viele sehr breite, menschenleere Straßen zu bieten
Als Ausgleich für den vielen Regen gab es immerhin einen Bilderbuchsonnenuntergang
Bowens Wahrzeichen, der Wasserturm, mit Regenbogen

Ach ja, und natürlich gleich zwei Riesenmangos, da die angeblich besten Mangos Australiens von hier kommen. Und es stimmt! Die Mangos aus Bowen sind weltklasse, wie wir am nächsten Morgen festgestellt haben, als wir die Touristeninformation angefahren und dort ein Mangosorbet ohne Zuckerzusatz gegessen haben, welches einfach köstlich war.

Unsere Riesenobstfotosammlung hat Nachschub bekommen
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3 Gedanken zu „​Frühstück mit Kängurus“

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