Kräftetanken in ​Nusa Dua

Als wir vor fast genau einem Jahr angefangen haben unsere Reise zu planen, mussten wir uns zwischen zwei Varianten entscheiden: wollen wir so viele Länder wie möglich sehen? Oder lieber nur einige wenige, die dafür dann aber intensiver kennenlernen? Nun, jeder der in den letzten Monaten unserem Blog gefolgt ist, dürfte erraten haben, dass wir uns eher für ersteres entschieden haben. Getreu dieser Wahl hätte jetzt auch die weitere Reiseroute ausgesehen: von Australien aus sollte es nach Vietnam, Kambodscha, Laos, Myanmar und schließlich Sri Lanka gehen. Bereits vor einiger Zeit haben wir allerdings beschlossen, dass das doch zu viel des Guten ist. Insbesondere die beiden Roadtrips in Neuseeland und Australien – so spektakulär sie auch waren – haben uns angestrengt und die Aussicht jetzt wieder alle zwei Tage unsere Rucksäche zu packen, um weiterzuziehen, ist nicht mehr ganz so verlockend. Daher haben wir schweren Herzens beschlossen, die Route massiv zu vereinfachen, Südostasien auszulassen, direkt nach Sri Lanka zu reisen und dort die nächsten zwei Monate zu verbringen. Nun gibt es allerdings keine Direktflüge von Cairns nach Colombo. Die günstigste Verbindung, die wir gefunden haben, hat zwei Zwischenstopps in Bali und Kuala Lumpur. Und wenn wir schon mal da sind, nehmen wir die beiden Orte dann natürlich auch noch mit!

Unser Hotel war sehr schön direkt an einer Klippe am Meer gelegen
Die Poollandschaft von oben

Nach den Roadtrips der letzten fast drei Monate wollten wir also einfach mal ein paar Tage am gleichen Ort und ohne großes Programm entspannen. Gesagt, getan. Wir hatten ein wunderschönes Hotel in Nusa Dua, das mitten im Regenwald lag und deshalb jede Menge Äffchen anzog. Trotzdem gab es natürlich jegliche Annehmlichkeiten eines guten Hotels, eine riesige Poollandschaft, das Meer direkt dahinter und wir hatten Frühstück und Zugang zur Lounge mit Getränken und Häppchen über den ganzen Tag verteilt inklusive.

Wir hatten Glück und ein Zimmer mit direktem Zugang zum Pool bekommen
Auch die Lounge durften wir den ganzen Tag umsonst benutzen. Insbesondere abends zur Cocktailstunde haben wir das gerne ausgenutzt.
Morgens beim Frühstück waren die Affen meistens in der Nähe, in der Hoffnung etwas abzustauben

Während unseres Aufenthaltes fand gerade das chinesische Neujahr statt. Vielleicht ein Grund für die 80 bis 90% chinesischen Gäste. Wir haben uns oftmals über sie gewundert, wenn sie wie selbstverständlich über unsere Privatterasse spazierten, um auf die andere Seite des Pools zu gelangen. Die balinesischen Mitarbeiter, die sich förmlich vor Freundlichkeit überschlagen haben, wurden meist von den Gästen aus dem Land des Lächelns keines Blickes gewürdigt. Sehr schade, da wir in der kurzen Zeit zu den Mitarbeitern, die wir täglich gesehen haben, ein fast freundschaftliches Verhältnis aufgebaut haben. Eines morgens begegnete Rebecca einem Mitarbeiter aus dem Fitnessstudio, der sie und Niko zu einer kostenlosen Privat-Yogastunde einlud. Auch am nächsten Tag wartete er mit seinen ausgerollten Yogamatten wieder auf uns und rief uns schon weitem entgegen, als er uns später wieder auf dem Hotelgelände sah. 

Die Haupttreppe des Hotels war nicht nur bei den Chinesen ein beliebtes Fotomotiv
Balinesische Kunst wohin man blickte
Auch einen kleinen Tempel gab es auf dem Hotelgelände
Das Wetter war nicht immer gut, aber den Badenden hat es nichts ausgemacht. Wenn man einmal nass ist…

Das chinesische Neujahr wurde mit einem Drachen- und Löwentanz und einem kleinen Feuerwerk gefeiert. Erstaunt waren wir darüber, dass sich in den Löwen jeweils zwei kleine Jungs versteckten, die das wilde Tier mit Inbrunst tanzen ließen. Der Drache schlängelte sich zwischen den Gästen und dem aufgebauten Nachtmarkt hindurch. Ein schönes, kleines Spektakel, das umso mehr mit den lauten Trommelklängen und Becken wirkte.

Rebecca geht auf Tuchfühlung mit den Neujahrslöwen
Der Löwe in Tanzaktion. Im Vordergrund ein Hahn aus Eis: wir sind schließlich im Jahr des Hahns.
Der Drache durfte natürlich auch nicht fehlen

Das Hotel bot auch einen kostenlosen Shuttleservice zu einem Einkaufszentrum an. Wir haben schnell gemerkt, dass wir uns dort nicht lange aufhalten mussten und sind aus dem Einkaufsparadies weiter zum Strand gelaufen. Dort waren auffallend viele einheimische Familien unterwegs, die ihren Samstag bei einem Picknick verbrachten. Einen kleinen Tempel gab es auch, den wir nur kurz besichtigen konnten, bevor uns der Bus wieder zurück in unser Hotel brachte.

Statt ins Einkaufsparadies sind wir lieber zum Meer gelaufen
Das wahrscheinlich farbenfroheste Polizeiauto, das uns bisher begegnet ist
Rebecca macht auf Balinesin
Wir haben auf der Reise schon viele lustige Bedienungsanleitungen für Toiletten gesehen, aber die hier ist sicherlich eine der schrägsten
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3 Gedanken zu „Kräftetanken in ​Nusa Dua“

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